Bonsai-Lexikon

Fachbegriffe

Dieses Lexikon dient lediglich dazu, die auf den vorgehenden Seiten verwendeten Fachbegriffe zu erläutern. Es kann und soll geeignete Literatur nicht ersetzen.

Die Wiedergabe japanischer Begriffe mit lateinischen Buchstaben ist naturgemäß nicht einfach. In der mir vorliegenden Literatur werden ein und derselbe Begriff oftmals auf verschiedene Arten transkribiert. Ich verwende auf meinen Bonsai-Seiten die Umschrift, welche bei Übersetzung des Werkes "Bonsai Technik 1" von John Yoshio Naka durch den Übersetzer Benedikt Lesniewicz gebraucht wurde.

Akadama
ist ein spezielles Substrat aus Lehmgranulat. Es eignet sich sowohl allein als auch in Mischung mit Sand und/oder Torf als Bonsai-Erde
Draht
sollte aus Aluminium sein, damit er nicht rostet. Spezieller Bonsai-Draht ist braun eloxiert, das gibt ein gefälligeres Aussehen des gedrahteten Baumes
Ikadabuki
ist die Floßform. Aus einem liegenden Stamm haben sich die nach oben wachsenden Äste zu eigenständigen Stämmen entwickelt, während auf der Unterseite des Stammes auf ganzer Länge Wurzeln gewachsen sind
Ishi-Uye
bezeichnet eine Felsenformen, bei welcher ein Bonsai auf einem Stein anstatt in einer Schale steht. Die Wurzeln finden in Felsspalten Halt, Wasser und Nahrung. Der Fels steht oftmals in einer mit Wasser oder weißem Sand gefüllten Schale. Einige Autoren verwenden für diese Form die Bezeichnung Ishizuke (Ishitsuki)
Ishizuke
bezeichnet eine andere Felsenformen. Hierbei steht der Bonsai auf einem Felsen, die Wurzeln reichen bis in die Schale, wo sie im Boden verwurzelt sind. Einige Autoren bezeichnen diese Form allerdings als Sekijoju
Kokohum ®
ist ein Pflanzsubstrat aus gepreßter Kokosnuß-Faser. Es nimmt sehr leicht große Mengen Wasser auf und hält die Feuchtigkeit recht lange. Kokohum ist ein ökologisch sinnvoller Ersatz für Torf.
Moyogi
bezeichnet die frei aufrechte Form. Hierbei windet sich der Stamm in nach oben kleiner werdenden Kurven um eine imaginäre Achse. Äste wachsen nur an den Außenseiten der Windungen
Nebari
nennt man den gestalteten Übergang zwischen Wurzeln und Stammansatz. Das Nebari sollte gleichmäßig ausgebildet sein und dem Bonsai auch eine optische Festigkeit verleihen. Dazu ist es notwendig, daß die stammnahen Wurzeln - wie bei einem ausgewachsenen Baum - nur teilweise von Substrat bedeckt sind und erst im weiteren Verlauf gänzlich in der Erde verschwinden.
Shakan
ist ein Oberbegriff für geneigte Formen. Man unterscheidet drei unterschiedlich stark geneigte Typen: Sho-Shakan, Chu-Shakan und Dai-Shakan, also leicht, mittel und stark geneigte Gestaltung.
Shakan-Moyogi
bezeichnet eine geneigte Form mit gewundenem Stamm.
Wurzelhormon
ist alpha-Naphthylessigsäure. Das frühere Präparat unter dem Handelsnamen Wurzelfix ® ist nicht mehr im Handel, ein vergleichbares Mittel gibt es aber bei www.rhizopon.com.