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Bevor ich mich der Pflanze zuwende, muß noch die Bonsaischale vorbereitet werden. Dazu lege ich über jedes Abflußloch der sorgfältig gereinigten Schale ein Kunststoffgitter und befestige es unter der Schale mit einem Stückchen durchgeschobenem Draht. Ich gebe eine fingerdicke Schicht groben Sand als Drainage in die Schale, damit überschüssiges Wasser besser ablaufen kann.
Eine ausreichende Menge Kokohum® lasse ich in warmem Wasser quellen. Ich gebe einen gleichgroßen Anteil Akadama sowie einen halben Teil mittelfeinen Sand dazu. Diese Erdmischung hat sich bei mir bewährt.
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Nun befreie ich den Wurzelballen des Ficus von anhaftender Erde und kürze die Wurzeln ein wenig ein. Ich lege den Stamm und die Äste in die vorbereiteten Nuten der Mopaniwurzel. Mit Draht wird der Ficus an der Mopani-Wurzel fixiert. An mehreren Stellen lege ich Drahtschlaufen um die Wurzel und verdrille die Enden. Ich hätte auch links und rechts neben der Nut kleine Nägel einschlagen können und einen Draht zick-zack-förmig dazwischen spannen können. Die Hauptsache jedoch ist, der Ficus bleibt, wo er soll. Durch sein Dickenwachstum wird er sich in der Nut verkeilen. Später wächst er nur noch an der Außenseite weiter, wie eine lebende Saftbahn bei einem ansonsten abgestorbenen Baum.
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Nun wird es Zeit, den Bonsai in seine Schale zu setzen. Ich schiebe je ein Ende eines langen dünnen Drahtes von unten durch die beiden Abfluß-Löcher der Schale. Nun gebe ich soviel vom vorbereiteten Substrat in die Schale, daß ich den Bonsai in der gewünschten Höhe positionieren kann. Mit den beiden Drahtenden wird der Bonsai in der Schale fixiert, damit er nicht umfällt. Vorsichtig füge ich die restliche Erde bis in der gewünschten Höhe auf. Dabei nehme ich ein Eßstäbchen zur Hilfe, um die Erde auch gut zwischen die Wurzeln arbeiten zu können, ohne diese zu beschädigen.
Nun muß noch der oberste Ast gedrahtet werden, damit er sich zur neuen Baumkrone des Bonsai entwickelt. Dazu schiebe ich einen Draht zwischen die Mopani-Wurzel und den Ficus-Stamm. Gedrahtet wird nun lediglich der Teil des Baumes, welcher aus der gefrästen Nut herausragt. Abschließend wird der Bonsai gut eingewässert und kommt nun auf die Fensterbank. Im Hochsommer würde ich ihn für etwa 4 Wochen vor direkter Sonneneinstrahlung schützen, aber im Frühjahr mache ich mir darüber keine Sorgen.
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Oliven-Bonsai in windgepeitschter Form |
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