Serissa foetida thunbergii

in frei aufrechter Gestaltung

Serissa foetida, im Spätsommer  1998, Vorderansicht

Die im August 1998 im Alter von etwa 18 Jahren gekaufte Serissa foetida thunbergii, auch Junischnee oder Baum der tausend Sterne genannt, ist als frei aufrechte Form (Moyogi) gestaltet. Auf dem Foto erkennt man, daß die Pflanze auch im Spätsommer in der Wohnung stark austreibt. Um die Form zu erhalten, ist es notwendig, die neuen Triebe ständig einzukürzen. Diese Arbeit wird im Herbst 1998 zum ersten Mal von mir durchgeführt.

Ich hoffe, daß die Pflanze im Frühjahr an den Triebspitzen zahlreiche weiße Blüten ansetzen wird, welche der Serissa den Namen "Baum der tausend Sterne" gegeben haben. Dann allerdings werde ich die Pflanze wachsen lassen müssen.

Allerdings steht ihr eine medizinische Behandlung bevor: Am 20. September 1998 bemerke ich nach dem Gießen eine Bewegung im Boden. Bei genauerem Hinsehen entdecke ich einige Würmer, zwischen 10 und 15 mm lang und weniger als einen mm dick. Ich vermute, es handelt sich um Nematoden (Fadenwürmer), Schädlinge, welche einem Bonsai arg zusetzen können. Bei extremem Befall muß mit dem Tod der Pflanze gerechnet werden. Ich werde einige fangen und bei einem Bonsai-Gärtner um Rat fragen. Außerdem erhalte ich Hilfe aus dem Web.

Am 22. Oktober bin ich sicher, daß es sich nur um Regenwürmer handelt. Ist schon seltsam, welches Getier sich in meiner Wohnung herumtreibt!

Serissa foetida, im Frühjahr 1999, Vorderansicht

Im Frühjahr 1999 hat sich die Serissa großartig entwickelt, allerdings ohne Blüten anzusetzen. Ich habe die Baumkrone ausgelichtet und neue Farne gepflanzt. Noch immer werden die neuen Triebe relativ dünn und lang. Ich werde sie also weiterhin wachsen lassen, das fördert das Dickenwachstum, und später auf 2 bis 4 Blattpaare kürzen.

Eine Serissa ist eigentlich mehr ein Strauch als ein Baum. Daher entstehen an den Wurzeln und am Stammansatz ständig neue Triebe, welche gleichberechtigt zum Haupttrieb (dem Stamm) wachsen. Diese Triebe müssen regelmäßig mit der Konkav-Zange entfernt werden, um die baumartige Struktur zu erhalten.